Donnerstag, 23. Mai 2013

Geburtstagsparty: Chili con Carne mit Koriander-Creme-fraiche

Dieses Chili-Rezept ist mein absolutes Lieblings-Chili-Rezept und ich finde es so köstlich, daß ich nur ungern auswärts Chili esse. Für die Hackfleisch-Chilis kann ich mich sowieso nicht begeistern.

Es gehört sozusagen zu den Rezepten, die mein Leben begleiten und obwohl ich es schon jahrelang nicht mehr zubereitet habe, hatte ich den Geschmack genau im Kopf. Deshalb wußte ich sofort, daß meine Neuentdeckung: Koriander-Creme-fraiche zu pikanten Gerichten, gut passen wird. Den Gästen meiner Geburtstagspary hat es jedenfalls sehr gut gefallen.

Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht

Für einen großen Topf mit 8 L Inhalt

2,5 kg Rinderhüfte
10 Zwiebeln
10 EL Öl
7 Knoblauchzehen
1,5 TL Cayennepfeffer
1,5 TL Thymian
2,5 TL Paprika edelsüß
2,5 TL Salz
2,5 TL gemahlener Kümmel
2,5 TL getrocknete Chilischoten
10 EL Tomatenmark
250 ml trockenen Weißwein
1,25 L Rinderbrühe
3 große Dosen Kidneybohnen
5 rote Paprikaschoten

300 gr. Creme fraiche
Prise Salz
1 - 2 EL Korianderkörner (nach Geschmack)


Das Fleisch in Würfel von ca. 1 cm Kantenlänge schneiden. Die Knoblauchzehen fein würfeln. Die Fleischwürfel in eine Schüssel geben und mit Salz, Paprikapulver, Thymian, Cayennepfeffer, Knoblauch sowie Kümmel bestreuen. Alles zusammen mit den Händen gut durcharbeiten, abdecken und im Kühlschrank eine Stunde ziehen lassen.

Die Zwiebeln grob würfeln, die Paprikaschoten fein würfeln.

Den Rinderfond langsam aufkochen lassen, so wird das Chili noch schmackhafter.

In einem großen Topf das Öl erhitzen und darin bei höchster Stufe das Fleisch rasch portionsweise anbraten. Anschließend die Fleischwürfel mit einem Schaumlöffel herausnehmen und in einen großen Topf geben. Im verbleibenden Bratensaft die Zwiebeln glasig werden lassen, den frischen Paprika zugeben, kurz andünsten und mit Tomatenmark binden. Mit dem Weißwein ablöschen und etwas einkochen lassen, das Fleisch dazugeben. Mit der Brühe aufgiessen und auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis das Fleisch fast weich ist.

Die roten Bohnen auf ein Sieb geben, mit kaltem Wasser kurz abspülen und zusammen mit den Chilischoten dem Gericht zufügen. Auf kleiner Flamme weiterköcheln bis das Fleisch endgültig fertig ist.

Das Gericht sollte die Konsistenz eines Eintopfgerichts haben. Nachträgliches Abschmecken mit etwas Zucker mildert die Schärfe.

Die Korianderkörner in einer trockenen Pfanne rösten, bis sie duften. Dann fein mahlen und mörsern und mit der Creme fraiche verrühren. Mit Salz abschmecken.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Geburtstagsparty: Ochsenschwanz-Rillette

Das Ochsenschwanz-Rillette hätte mich beinahe meinen letzten Nerv gekostet. Es überzeugte natürlich damit, daß es lange haltbar ist und auch entsprechend früh gemacht werden kann. Anfangs war ich mir ganz sicher, es mindestens 1 1/2 Wochen vorher zu machen. Dann war noch dies und jenes zu erledigen und die Zeit wurde knapper. Also habe ich es an meinem ersten Kochtag mit anderen Rezepten zubereitet.

Beim Auslösen wollte ich mir nicht die Finger verbrennen und habe es auskühlen lassen. Danach wäre ich beinahe verzweifelt, weil der Ochsenschwanz so fest war, da ging gar nichts. An diesem Tag hatte ich auch eine Verabredung mit Bernd Arold, um die Kochbücher für die Gewinner des Blog-Events signieren zu lassen. Da konnte ich gleich fragen, ob man Ochsenschwanz nur warm auslösen kann. Bernd hat sich sehr amüsiert und meinte, das wäre früher immer ein Scherz gewesen, um die Koch-Azubis im ersten Lehrjahr zu ärgern: "Geh' mal ins Kühlhaus, hol' den Ochsenschwanz und löse ihn aus."

Daheim habe ich ihn also wieder erwärmt und dann hat er sich auch ganz anständig zerlegen lassen. Auch beim Würzen war ich mir unsicher, ich habe es schon kräftig abgeschmeckt, war aber nicht so ganz zufrieden. Später konnte ich erleichtert feststellen, daß das Rillette durchzieht und dann auch rund schmeckt. Zwischenzeitlich war ich auch im Zweifel, ob es nicht zu fett ist um es bei meiner Geburtstagsparty zu servieren. Aber die Gäste waren unerschrocken und haben es mir begeistert fast aus den Händen gerissen.

Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht


Die Menge reicht als Vorspeise für 15 - 20 Personen


1 Ochsenschwanz (ca. 1,2 kg)
700 gr. fetter Räucherspeck vom Schwein
350 ml roten Portwein
500 ml Rinderfond
1,5 EL getrockneter Thymian
3 Knoblauchzehen
100 ml Tomatenpüree oder Tomatenmark

Die Schwarte vom Speck abschneiden, ihn fein würfen und in einen großen Topf oder Bräter geben. Mit geringer Hitze auslassen, bis sich der Speck verflüssigt hat. Die entstandenen Grammeln abschöpfen, erkalten lassen und dann fein cuttern.

Den Backofen auf 160 Grad vorheizen.

Den Ochsenschwanz an den Gelenken mit einem Messer zerteilen. Das geht ganz einfach, wenn man die richtige Stelle gefunden hat. Die Ochsenschwanzstücke zum flüssigen Speck in den Topf geben. Portwein, Rinderfond, Thymian, die geschälten Knoblauchzehen und das Tomatenpüree zugeben. Den Topf zudecken und alles in den Backofen geben. Etwa 4,5 Stunden schmoren, bis sich das Fleisch mühelos von den Knochen lösen lässt.

Den Ochsenschwanz nur wenig auskühlen lassen und noch warm das Fleisch von den Knochen lösen. Das Fleisch in den Thermomix geben und zerkleinern. Dabei 10 Sekunden auf Stufe 5 pürieren. Dann die untersten Fleischfasern nach oben holen und den Vorgang wiederholen. Dies ungefähr 3 bis 4 Mal durchführen, bis alle Fleischfasern ungefähr die gleiche Größe haben. Es sollten spürbare kleine Fleischfasern entstehen und kein matschiger Fleischbrei.

Die Fleischfasern und die gecutterten Grammeln wieder unter die Flüssigkeit im Topf vermengen, gut verrühren und erneut aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Kräutern kräftig abschmecken. Beim Abschmecken hilft es, eine kleine Portion auf einen Teller geben und kurz in den Kühlschrank stellen. Im kalten Zustand schmeckt es ganz anders.

Leicht abkühlen lassen und noch warm in Terrinenformen und/oder Gläser abfüllen.

Schmeckt sehr fein auf Brot und mit etwas Fleur de Sel bestreut.

Dienstag, 21. Mai 2013

Geburtstagsparty: Wischi-Waschi oder Limetten-Vichysoisse

Die Vichysoisse gehört zu den unbekannten Klassikern der französischen Küche. Es ist ganz einfach eine kalte Kartoffel-Lauch-Suppe und damit hat sie schon den Einzug bei meiner Geburtstagspary verdient. Die Originalversion schmeckt mir ein bißchen zu langweilig und mit dem Limettenabrieb wird sie so richtig aufgepeppt.

Nach meinem Geburtstag mußte ich sie einfach umbenennen. Sie heißt jetzt Wischi-Waschi.
Es war das einzige Gericht, daß ich als Fingerfood-Version im Glas serviert habe und da mußte ich mich natürlich vergewissern, ob jeder schon eine erhalten hat. Bei dem Lärmpegel, den so eine große Gruppe Gäste nun mal macht, konnte ich nur in das Eßzimmer hinein rufen, ob jeder schon eine Limetten-Vichysoisse hat? Genauso schlecht wurde ich auch verstanden und einer der Gäste fragte nur irritiert zurück: "Wischi-Waschi?" Das löste natürlich Gelächter aus und die Suppe hat jetzt auf ewig einen neuen Namen.

Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht

Zutaten für 8 Fingerfood-Portionen:

300 gr. mehlig kochende Kartoffeln
350 gr. Lauch
2 EL Butter
75 ml Verjus
700 ml Hühnerbrühe
180 gr. Crème fraîche
Meersalz
Zucker
2 Bio-Limetten
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
40 gr. Lachskaviar

Die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Den Lauch längs halbieren, gut waschen und in feine Streifen schneiden.

Die Butter in einer Pfanne erwärmen, Kartoffeln und Lauch darin anschwitzen und sofort salzen und leicht zuckern. Mit dem Verjus ablöschen und die Hühnerbrühe zufügen, aufkochen lassen und bei schwacher Hitze etwa 30 Minuten köcheln lassen.

Die Suppe pürieren und bei Bedarf durch ein Sieb streichen. Besonders fein wird sie im Thermomix. Ca. 160 gr. der Crème fraiche unterrühren, auskühlen lassen, für mindestens 2 Stunden kühl stellen. Mit Salz, Pfeffer, Limettenabrieb und wenig Limettensaft abschmecken.

Die Suppe in kleinen Gläsern anrichten, mit der restlichen Crème fraiche und dem Lachskaviar garnieren.

Die Suppe kann bis zu 2 Tagen im Voraus zubereitet werden. Für eine vegetarische Variante einfach die Hühnerbrühe mit Gemüsebrühe ersetzen und den Kaviar weglassen oder vegetarischen Kaviar-Ersatz oder Kräuter, etc. verwenden.

Montag, 20. Mai 2013

Geburtstagsparty: Gebeizter Lachs

Gebeizter Fisch ist immer meine Empfehlung, wenn man etwas Besonderes machen möchte und es schnell gehen soll. Ich nehme lieber mehr Gewürze und weniger Salz, sonst könnte es passieren, daß der Fisch zu salzig schmeckt. Nach diesem Rezept habe ich schon öfters Lachs gebeizt und somit war es eine risikolose Zubereitung für meine Geburtstagspary.

Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht
1 Lachsseite mit Haut
3 Bund Dill, ca. 150 gr.
2 Bio-Zitronen
2 TL Korianderkörner
2 TL Pfefferkörner
80 gr. Meersalz
150 gr. Zucker

Den Lachs auf Gräten prüfen und diese ggf. entfernen, dann in eine passende Schale legen - Fleischseite nach oben. Es ist wichtig, daß der Lachs in einem Gefäß mit kleinem Rand liegt. So kann die entstehende Flüssigkeit nicht auslaufen.

Den Dill mit den Stielen in Streifen schneiden. Die Schale der Zitronen fein abreiben. Koriander- und Pfefferkörner in einer trockenen Pfanne rösten, bis sie duften. Dann grob mörsern. Alles mit Salz und Zucker gut vermischen und die Gewürzmischung auf dem Lachs gleichmäßig verteilen. Mit den Händen gut festdrücken.

Den Lachs mit Frischhaltefolie abdecken und mit einem Brett beschweren. Für ca. 30 Stunden in den Kühlschrank geben.

Nach der Einwirkzeit, die Gewürzmischung mit Küchenkrepp abnehmen und den Lachs damit trocken reiben. Mit einem Messer mit schmaler, langer Schneide leicht schräg in Scheiben schneiden.

Wer mag, serviert dazu eine Dill-Senf-Sauce oder einen Limetten-Chili-Schmand aus 150 gr. Schmand, Saft und Abrieb einer Bio-Limette, 1 Thai-Chili in kleinen Würfelchen, Meersalz, Zucker und schwarzem Pfeffer.


Aus aktuellem Anlass wäre das ja vielleicht auch ein Vorschlag für Heikes herdlose Zeit......

Mit ohne Herd

Sonntag, 19. Mai 2013

Geburtstagsparty: Spargel-Tomaten-Salat

Es war ein bißchen früh, aber ich wollte unbedingt Spargel dabei haben. Zumindest grünen gab es schon in ausreichender Qualität. Spargel mit Tomaten mache ich immer sehr gerne als Gemüse und habe es für meine Geburtstagspary etwas abgewandelt. Der Tasmanische Pfeffer gibt dem ganzen einen besonderen fruchtig-scharfen Geschmack und kann natürlich auch mit normalem schwarzen Pfeffer ersetzt werden. Für ein bißchen Crunch sorgen die Erdnüsse.

Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht


500 gr. grüner Spargel
8 Kirschtomaten
Meersalz
Zucker
Butter
2 Knoblauchzehen
tasmanischer Pfeffer

Weißweinessig
Olivenöl

2 EL geröstete Erdnüsse


Das untere Drittel des Spargels schälen und den trockenen Teil abschneiden. Dann in mundgerechte Stücke zerteilen. Mit Salz und Zucker marinieren und stehen lassen, bis er Wasser gezogen hat. Angeschlagene Knoblauchzehen und Butter zugeben und bei geschlossenem Topfdeckel bißfest garen.

Die Kirschtomaten vierteln und zum Ende der Garzeit zugeben.

Den Salat noch warm mit Essig, Öl und zerstossenem tasmanischem Pfeffer abschmecken. Auskühlen und durchziehen lassen.

Der Salat kann einen Tag vorher zubereitet werden.

Die gerösteten Erdnüsse grob durchhacken und kurz vor dem Servieren über den Salat streuen.

Samstag, 18. Mai 2013

Geburtstagsparty: Zitronenhummus

Diesen Zitronenhummus gibt es in Shane's Restaurant zusammen mit Kartoffelbrot immer als Amuse. Das esse ich so gerne, daß ich mich beherrschen muß,  mich nicht daran schon satt zu essen. Deshalb wollte ich das unbedingt für meine Geburtstagspary nachbasteln. Der Hummus ohne Joghurt, wie ich ihn normalerweise nach einem traditionellen syrischen Rezept mache, darf auch länger stehen bleiben und war damit ein idealer Kandidat für die Gerichte, die ich schon 4 bis 5 Tage vorher gemacht habe.


Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht
Das ergibt eine große Menge und reicht für 10 Personen


200 gr. getrocknete Kichererbsen (ergeben ca. 400 gr. gekochte Kichererbsen)
75 gr. Olivenöl
50 gr. Kochwasser von den Kichererbsen
1 Bio-Zitrone
1 EL Cumin
1 Prise Chilipulver, vorzugsweise Nymphenburger Knubbel :-)
2 EL Sumach
2 TL Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle


Die Kichererbsen über Nacht im kalten Wasser einweichen. Am nächsten Tag in ungesalzenem Wasser ca. 1 Stunde weich kochen, abgiessen und auskühlen lassen. Etwas von dem Kochwasser aufheben.

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen.

Die Kichererbsen in den Thermomix geben. Olivenöl, Kochwasser und Zitronensaft zugeben und auf Stufe 4 für 25 Sekunden pürieren.

Den Cumin in einer trockenen Pfanne rösten und dann fein mahlen.

Zitronenschale und Gewürze zu den Kichererbsen geben und rückwärts laufen lassen, damit sich alles vermengt. Fertig abschmecken.

Die gesamte Menge geht nicht auf einmal in den Thermomix, deshalb portionsweise pürieren.

Freitag, 17. Mai 2013

Geburtstagsparty: Eingelegter Fenchel

Dieses Fenchelgericht habe ich vor mindestens 15 Jahren zum ersten Mal gemacht und habe damals bei allen Fenchelhassern begeisterte Reaktionen ausgelöst. Damals fiel meine Wahl auf dieses Rezept, weil ich es vorbereiten konnte. Es sollte mein Beitrag zu einem schönen Abend mit Freunden im Haus Waldfrieden sein und wir waren eine Woche vorher schon unterwegs. So musste der Fenchel halt auch mit auf die Reise. Bereits bei Beginn meiner Planungen für meine Geburtstagspary stand dieses Rezept auf der Liste. Diesmal habe ich es stark verändert. Das war interessant für mich, festzustellen, wie sich meine Art zu Kochen verändert hat.

Der unschätzbare Vorteil des eingelegten Fenchels ist, dass er mindestens eine Woche marinieren muß und dann immer noch 3 Wochen hält, wenn man ihn kalt lagert. Er eignet sich gut als Vorspeise oder als Beilage zum Grillfleisch.

Ich kann gar nicht verstehen, weshalb ich das so lange nicht mehr gemacht habe, den gibt es jetzt wieder öfter.

Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht

6 - 8 Personen

1 kg Fenchel
1 EL Salz
350 ml Weißweinessig
60 gr. Zucker
1 weiße Zwiebel
3 Knoblauchzehen
2 rote Chilischoten
2 Blüten getrockneter Sternanis
1 TL schwarze Pfefferkörner
1 Lorbeerblatt
1 Bio-Orange

2 große Einmachgläser von 1 L Inhalt


Den Fenchel waschen und die harten Stengel abschneiden. Den Fenchel vierteln und von den Außenblättern die Fäden ziehen. Die Fenchelviertel je nach Größe nochmals halbieren oder vierteln. Das Fenchelgrün abzupfen und aufheben.

Einen sehr großzügigen Liter Wasser mit dem EL Salz aufkochen. Den Fenchel darin 10 Minuten blanchieren, eiskalt abschrecken und gut abtropfen lassen. Das Fenchelwasser aufheben.

Die Orange heiß abwaschen und die Schale mit einem Sparschäler dünn abschälen. Die Schalenstreifen in feine Streifen schneiden. Das Weiße der Orangenschale von der Orange schneiden und die Orange filetieren. Den austretenden Saft auffangen und die Orangenfilets grob zerkleinern. Saft und Filets mit dem blanchierten Fenchel mischen.

1/4 L Fenchelwasser mit Essig und Zucker aufkochen. Die Chilischoten entkernen und in feine Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und in Scheibchen schneiden, mit den Chilischoten, dem Fenchelgrün, den Gewürzen und dem Lorbeerblatt in den Sud geben und einmal kurz aufkochen. Alles über die Fenchel-Orangen-Mischung geben und gut vermengen.

Den Fenchel mit allen Zutaten und dem Sud in die Gläser schichten. Die Gläser verschließen und für mind. 1 Woche kühl stellen.

Vor dem Servieren Fenchel abtropfen lassen und auf einer Platte anrichten. Gut verschlossen ist der Fenchel im Kühlschrank 2 - 3 Wochen haltbar.

Den restlichen Sud kann man kalt trinken oder als Basis für eine Gemüsesuppe verwenden.

Donnerstag, 16. Mai 2013

Geburtstagsparty: Marinierte Karotten

Dieses Karottenrezept kenne ich schon sehr lange. Manchmal vergesse ich es und das ist absolut zu unrecht, sie sind wirklich köstlich. Auch als Begleiter zu Grillfleisch machen sie sich gut. Ihr größter Vorteil ist: man muss sie drei Tage vorher vorbereiten. Also zwei gute Gründe, um bei meiner Geburtstagspary serviert zu werden.

Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht


500 gr Karotten, besonders gut sind Bundkarotten
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
3 Wacholderbeeren
1 TL Fenchelsamen
1 TL Koriander
250 ml trockenen Weißwein
1 Zitrone
4 EL Olivenöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
½ Bund Dill
150 ml Olivenöl

Karotten schälen und längs vierteln, dann in ca. 10 cm lange Stücke schneiden, salzen und zuckern.
Die Schalotten und den Knoblauch ebenfalls schälen, halbieren und in sehr dünne Scheiben schneiden. Die Zitrone auspressen. Die Wacholderbeeren andrücken.

Die Gewürze in einer Pfanne trocken anrösten und mit dem Weißwein ablöschen. Knoblauch- und Schalottenscheiben und 2 EL Olivenöl dazugeben und aufkochen. Die Karotten dazugeben und bei geschlossenem Topfdeckel bissfest garen (dauert ca. 8 Minuten).

Die Dillspitzen, den Zitronensaft und die restlichen 2 EL Olivenöl zu den erkalteten Karotten geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Karotten müssen 3 Tage marinieren.

Anrichten:
in kleinen Gläsern oder auf kleinen Tellern oder einer Platte.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Geburtstagsparty Open Door

Keiner hat es verstanden. Da hast Du ja gar nichts von Deinem Geburtstag. Doch, ich hatte sehr viel davon, ich hatte den ganzen Tag wunderbare Gäste und unendlich viel Spaß. Und der Spaß ging schon viel früher los mit Planungen, den Einkäufen, den ersten Vorbereitungen und dem konzentrierten Kochen. Der Tag danach war auch sehr schön, obwohl ich da das Chaos beseitigen mußte, aber ich konnte auch den ganzen Tag so schöne und liebevolle Geschenke auspacken. Das Chaos habe ich nicht so ganz beseitigt und einen weiteren Tag danach sind wir zu einer schönen Reise aufgebrochen.

Und so habe ich auch ganz viele und wunderbare Erinnerungen an diesen Geburtstag. Viel mehr, als wenn ich mir einfach einen Caterer genommen hätte oder in ein Restaurant gegangen wäre. Ich bin auch ein bisserl stolz darauf, daß ich insgesamt über 40 Gäste bewirtet habe.

Meine eigentliche Geburtstagsfeier begann schon einen Tag vorher mit Claudia von Dinner um Acht, die auch so lieb war und mir die ersten Fotos gemacht hat. Und die sind besonders gut geworden. Vielen Dank, liebe Claudia, daß ich sie veröffentlichen darf.

Die Gerichte, die in meine Auswahl fielen, mussten folgende Kriterien erfüllen:
- sie sollten gut vorzubereiten sein
- sie sollten sich einfach auf Platten und Schüssel anrichten lassen
- sie sollten auch bei längerem Stehen nicht "schlapp" machen
- es sollte von allem was dabei sein, Gemüse, Vegetarisch, Fisch, Fleisch, Süßes, kalt und heiß
- und ich wollte unbedingt ein paar "Oldies" machen, also Rezepte, die ich seit mind. 20 Jahren kenne und die bewährt sind.

Das waren die kalten Vorspeisen:
Zusätzlich hat mir meine Koch-Freundin Christine auch noch wunderbare Speck-Gugglhupfs gemacht, aber in der ganzen Aufregung habe ich völlig vergessen die zu fotografieren und die Gäste haben auch alles weggeputzt.

Asiatischer Rote-Bete-Salat
(vierfache Menge, wie im Rezept beschrieben und in Schüsseln angerichtet)

Marinierte Karotten

Eingelegter Fenchel

Zitronenhummus

Spargel-Tomaten-Salat

Gebeizter Lachs

Wischi-Waschi oder Limetten-Vichysoisse :-)

Tafelspitz-Cocktail
(doppelte Menge, wie im Rezept beschrieben und in Schüsseln angerichtet)

Ochsenschwanz-Rillette
Nachdem sich die Gäste schon ein wenig gestärkt hatten, gab es warme Gerichte. Die hatte ich so vorbereitet, damit ich sie portionsweise erwärmen konnte. Und das hat sehr gut funktioniert - würde ich immer wieder so machen.

Gelbes Linsenpüree mit Geflügelspieß
(vierfache Menge, wie im Rezept beschrieben. Die Hühnerbrüste in 6 bis 8 Stücke (je nach Größe) geschnitten und
auf Holzspieße gesteckt. Mit Salz und Zucker gewürzt und in einem Teller mit Rapsöl gewälzt. Dann in einer
Pfanne rundum angebraten - so spitzt das Öl nicht. Im Ofen bei 120 Grad für 15 Minuten garen lassen)


Chili con Carne mit Koriander-Creme-fraiche

Blaue Zipfel mit den tollen Würsten von Jens von der Metzgerei Kachler-Hoferer
(Dreifache Menge Sud und fünffache Menge vom Gemüse vorbereitet. Achtung: das Gemüse muß kalt abgeschreckt werden. Je nach Bedarf Würste und Gemüse erhitzt. Die Menge reichte für 40 Würste.)
Für die Süßschnäbel gab es danach noch eine Dessertauswahl. Beim "Hinein-Feiern" hat Claudia nur noch das Parfait geschafft. Deshalb gibt es von der gesamten Dessertauswahl nur ein schlechtes Tellerfoto. Das habe ich am Tag danach fotografiert, beim Reste-Essen mit den Nachbarn :-).

Sauerkirsch-Parfait

Sauerkirsch-Parfait
 (dreifache Menge, wie im Rezept Elsässischer Parfait-Guglhupf beschrieben und die Masse in zwei
kleine Kastenformen gefüllt. Die Masse mit 50 gr. gerösteten Mandelblättchen bestreut)

Tiramisu

Rotweinbirne
(doppelte Menge, wie im Rezept beschrieben, die Birnen wurden geviertelt)

Schokokuchen

Orangensorbet aus dem Pacolino
(vierfache Menge, wie im Rezept Orangengranite beschrieben, zusätzlich noch den Abrieb von
2 Bio-Orangen dazu und in zwei Pacossierbecher gefüllt) 
Damit die Gäste auf keinen Fall hungrig heimgehen mussten, hatte Martin noch eine wundervolle glutenfreie Geburtstagstorte mitgebracht. Ich bin ja nur sauer, daß die Konditorei Schönleben soooo weit weg ist.


Happy birthday to me - es war ein wundervoller Tag!

Einige der Rezepte sind ja bereits im Blog veröffentlicht und die fehlenden kommen ganz schnell nach.

Dienstag, 14. Mai 2013

Fisch- und Krustentier-Workshop bei Holger Stromberg

Zeitsprung, wir schreiben Anfang April :-)

Ich stecke bis über beide Ohren in den Vorbereitungen für meine Geburtstagsfeier. Ihr erinnert Euch sicher noch an das tolle Blog-Event "Open Door" und jetzt stand mein persönliches "Open Door" sozusagen vor der Tür. Trotzdem habe ich nicht lange gezögert in der Woche vor meinem Geburtstag noch einen Workshop bei Holger Stromberg zu besuchen. Das Thema Fisch und Krustentiere hat mich einfach sehr gereizt.

Und nach meinem ersten Kochtag für den Geburtstag stand ich abends in der Kounge und freute mich über die tollen frischen Einkäufe von Holger. Anders, als beim Kochkurs wird beim Koch-Workshop kein Menü gekocht, sondern Holger entscheidet nach dem frischen Marktangebot das Programm. Es werden viele kleine Gerichte gekocht, die schnell zubereitet werden können. Das macht mir besonders viel Spaß, weil ich von der spontanen Kreativität eines Profikochs viel profitieren kann.

In zwangloser Atmosphäre wurde geschnibbelt, ausgehöhlt, gewickelt, gerollt, gekocht, püriert, gebrutzelt und, und, und. Jedes fertige Gericht haben wir gleich in der Küche gegessen und dann wieder weiter gekocht.

Sommerrolle, Kaki, Kohlrabi, Jakobsmuschel

Langustinen-Carpaccio, Maracuja-Vinaigrette

Langustinen-Tempura, Mandarinen-Mayo, Spargel

Saibling, Rote Bete, Estragonlsauce

Garnelen-RisottoSteinbutt, Karamellsauce, Kräutersaitlinge, Artischocke

Knurrhahn ganz und Saiblingsklösschen

Fischfond
Krustentierfond

Oktopus, Mango, Chili

Schokoladen-Tagliatelle Dörr-Orange, Vanillesauce

Der Plan - und wir haben ihn fast ganz eingehalten....
Holger hat uns alles genau erklärt und sich viel Zeit genommen. Da blieben keine Fragen offen und wir konnten auch viel ausprobieren. Es wurde ziemlich spät und ich war ganz schön froh, daß auf meinem Plan für den nächsten Tag Kochen nicht vorgesehen war. Sehr vorausschauend hatte ich den Geschirr-Organisations-Tag vorgesehen und konnte mich lange genug ausschlafen :-).